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Einsatz 211: Brand Fa. Sappi
Datum:20.12.2009
Uhrzeit:10:23 Uhr
Bericht:

1. Bilderserie Main-Echo

2. Bilderserie Main-Echo

 

Die Feuerwehr Stockstadt wurde zur Unterstützung der Werkfeuerwehr Sappi angefordert. Im Sappi-Werk brannte ein Kabelkanal unter starker Entwicklung von Brandrauch. Die Feuerwehr Stockstadt war mit allen Kräften bis in die Abendstunden im Einsatz.

Zusammenfassung Pressemitteilungen der Feuerwehr zum Brand bei Sappi Stockstadt

Pressemitteilung ca. 14:00 Uhr

Um 10:25 Uhr wurde am heutigen Sonntag die Werksfeuerwehr der Fa. Sappi durch einen automatischen Brandmelder alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte vor Ort wurde eine starke Verrauchung festgestellt. Sofort wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert. Sehr schnell stand fest, dass sich keine Personen mehr in der Produktionsanlage befanden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es auch glücklicherweise keine verletzen Personen zu vermelden. Durch das Feuer entsteht eine massive Rauchentwicklung, der Rauch zieht allerdings sauber nach oben ab, so dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.  Das Werk befindet sich, dank der Mitarbeiter vor Ort, in einem sicheren Zustand. Somit sind durch das Feuer keine weiteren Auswirkungen zu erwarten. Um 14:00 Uhr sind über 200 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz, diese haben die Brandbekämpfung mit Schaum aufgenommen. Eine Einsatzleitung wurde zusammen mit der Werksleitung gebildet.

Ergänzung  ca. 16:00 Uhr

Das Feuer in der Produktionsanlage bei der Fa. Sappi in Stockstadt ist so weit unter Kontrolle. Die direkten Brandbekämpfungsmaßnahmen sind so weit abgeschlossen. Momentan laufen die Nachlöscharbeiten auf Hochtouren. Zur Entrauchung des gesamten Gebäudes werden zurzeit mehrere Hochleistungslüfter eingesetzt. Unter anderem ein Großlüfter der Berufsfeuerwehr Frankfurt mit einer Luftleistung von 200.000 qm³ in der Stunde. Die ersten der etwa dreihundert Einsatzkräfte wurden bereits durch neue Einsatzkräfte abgelöst. Grund hierfür ist unter anderem die Extreme Witterung mit Wind, Schnee und den niedrigen Temperaturen. Des Weiteren wurde aus dem Einsatzabschnitt „Messen“ gemeldet, dass mit den Messgeräten der Feuerwehr, zu   keiner Zeit irgendwelche Schadstoffe nachgewiesen werden konnten. Somit bestand auch aus Sicht der Feuerwehreinsatzleitung zu keiner Zeit eine Gefahr der Bevölkerung. Das gesamte Löschwasser wurde aufgefangen und über die Betriebseigene Kläranlage ordnungsgemäß entsorgt. Die weitere Einsatzdauer ist momentan noch nicht abzusehen, wird sich aber noch über mehre Stunden hinziehen. Über die Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei aussagen treffen. Verletzte Personen sind weder bei den Mitarbeitern noch bei den Einsatzkräften zu vermelden.

Ergänzung ca. 19:30 Uhr

Aktuell laufen weiterhin die Nachlöscharbeiten im Bereich der Produktion auf dem Gelände der Fa. Sappi in Stockstadt. Das Feuer ist so weit unter Kontrolle, jedoch kann immer noch nicht in den betroffenen Bereich vorgegangen werden. Grund hierfür ist das eingebrachte Schaummittel, welches nötig war um das Feuer zu ersticken. Vor Ort befinden sich zurzeit noch etwa 150 Einsatzkräfte von Werkfeuerwehr, öffentlicher Feuerwehr und Rettungsdienst. Diese Kräfte müssen regelmäßig auf Grund der Minustemperaturen ausgetauscht werden. Hierzu kommen Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg zum Einsatz. Zum Entschäumen wurde von der Werksfeuerwehr Infraserv Frankfurt ein spezielles Mittel zum niederschlagen des Schaummittels angeliefert. Dieses wird nun in mühevoller Handarbeit mit Handdruckspritzen, unter schwerem Atemschutz, ausgebracht. Ein Feuerwehrmann hat sich im Bereich des Innenangriffes verletzt. Er wurde mit leichten Verletzungen zur Abklärung durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert. Mittlerweile wurde der Feuerwehrmann wieder nach Hause entlassen.

Ergänzung ca. 23:00 Uhr

Gegen 23:00 Uhr am Sonntagabend konnten die Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Entrauchung des betroffenen Gebäudes bei der Fa. Sappi in Stockstadt, soweit abgeschlossen werden, dass nur noch eine kleine Mannschaft der Feuerwehr den Rest der Nacht vor Ort bleiben muss. Die Maßnahmen durch die Feuerwehr heute Nacht, werden sich hauptsächlich auf weitere Kontrollen des betroffenen Bereiches sowie die Materielle Unterstützung (Strom/Licht) bei ersten Notreparaturen belaufen. Im Rahmen der Nachlöscharbeiten verletzte sich ein weiterer Atemschutzgeräteträger durch einen Stromschlag. Er wurde zur Beobachtung und Betreuung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Somit wurden insgesamt zwei Feuerwehrdienstleistende bei diesem Einsatz verletzt. Der erste verletzte Atemschutzgeräteträger konnte glücklicherweise, mit ein paar Prellungen, bereits wieder aus dem Krankenaus entlassen werden. Insgesamt waren über 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Einsatzstelle tätig. Einsatzleiter und Kommandant der Werksfeuerwehr, Uwe Mechthold, dankte allen am Einsatz beteiligten recht herzlich. Voraussichtliches Einsatzende für die öffentlichen Feuerwehren wird am Montagmorgen nach Sonnenaufgang sein.

 

Eingesetzte Fahrzeuge:ELW (a.D.) TLF (a.D.) LF16 (a.D.) DLK RW GW-N (a.D.) MTW GW-Mess
Bericht